Freitag, 15. März 2013

Pink Cream 69 - Ceremonial

Band: Pink Cream 69
Album: Ceremonial
Spielzeit: 51:21 min.
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 25.01.2013
Homepage: www.pinkcream69.de

WERTUNG: 8,5 von 10


Tracklist:

1. Land of Confusion
2. Wasted Years
3. Special
4. Find Your Soul
5. The Tide
6. Big Machine
7. Let the Thunder Roll
8. Right or Wrong
9. Passage of Time
10. I Came to Rock
11. King for One Day
12. Superman


Kennt Ihr das? Eine Band veröffentlicht, laut der Musikpresse, ein solides bis gutes Album nach dem anderen und trotzdem juckt es Euch nicht die Bohne? So ging es mir mit den PINKIES in der Vergangenheit. Als heranwachsender Bengel hörte ich lieber EXODUS, DEATH, die südamerikanischen INCUBUS, SLAYER etc. und da konnte die Band, mit ihrem Debüt (1989) und dem Nachfolger "One Size Fits All" (1991), bei mir einmal überhaupt nicht punkten. Damals jeweils reingehört, für zu soft empfunden und das Thema PC 69 abgehakt. Natürlich habe ich, ganz flüchtig, die weitere Historie der Band verfolgt, aber mich nicht weiter mit beschäftigt.

Ob es ein Fehler war? Hm, nicht wirklich. Ihre Musik, ihr musikalischer Wandel und eventuelle erstklassige Veröffentlichungen mögen zwar an mir vorbei gegangen sein, aber so ist nun einmal das Leben ... Man(n) kann nicht alles haben.

Auf die PC 69 Geschichte möchte ich hier, ganz einfach auch aus Unwissenheit, nicht eingehen und überlasse dies den Leuten, die History-Riding als die ultimative Geilerei empfinden. Ich bin nicht allwissend und habe auch nicht den Anspruch hier beweisen zu müssen, was ich über Band X, Y oder Z alles weiß.

Im Hier und Jetzt präsentiert die Formation eine sehr unterhaltsame, melodische Hardrock Scheibe, welche einige wirklich starke Stücke enthält und, für mich persönlich, zu den besseren Releases, des noch jungen Jahres, gehört.

Also habe ich mich "fast" komplett unvorbelastet, an "Ceremonial" herangetastet. Der orientalische Beginn von "Land Of Confusion" leitet einen sehr starken Opener ein. Der Midtempo Rocker baut auf einen leicht getragenden Grundrhythmus auf. Das David Readman in die Liga der besten Rocksänger gehört, dürfte weitesgehend bekannt sein. Und hier beweist er dies auch. Sein variabler Gesang und das gnadenlos druckvolle und präzise Drumming beherrschen den Track. Nach zwei bis drei Durchläufen brennt sich der Refrain ins Gehirn fest und man geniest die Nummer einfach. Sehr schöner Start. Sehr melodisch und eingängig geht es mit "Wasted Years" weiter. Das Gitarrengespann Koffler/Reitenauer liefern einen aßtreinen Job ab. Das Spiel der beiden Musiker hat, trotz aller Melodiösität, genau das richtige Quäntchen an Power und Virtuosität, um die Nummer nicht zu sehr ins Weichwasser abdriften zu lassen. Gesang und Refrain sind so dermaßen einprägsam und spätestens nach dem zweiten Hören, singt man leise mit. Gleich zum Beginn von "Special" krachen die Gitarren und die Rhythmussektion gleicht einem Uhrwerk. Der Song macht einfach Spaß und besonders die sehr gute Leistung von David macht ihn unwiderstehlich. "The Tide" ist ein großer Aspirant auf Airplay. Sehr geschickt kombinieren die Herren Akkustik- und E-Gitarren Passagen, legen einen melodischen/eingängigen Rhythmus darunter und einfühlsame Vocals runden, den Track, sehr geschmackvoll/zielsicher ab. Mit "Big Machine" gibt es einen kernigen Midtempo Rocker und ist, für mich, der erste Track, bei dem man die Spielfreude der Band heraus hört. "I Came To Rock" zündet sofort eine melodische Hardrock Rakete in meinen Ohren. Die Jungs haben einfach ein super Gespür, wenn es darum geht eingängige, schon fast poppige Elemente mit kräftigen Hardrock zu verbinden.

"Ceremonial" verfügt über eine brillanten, druckvollen und natürlichen Sound. Hier hat Bassist/Producer Dennis Ward eine verdammt starke Arbeit abgeliefert.

Besonders auffällig ist, dass sich PC 69 fast ausschließlich in Midtempo-Gefilden bewegen und selten, die absolute Rock-Keule schwingen. Brauchen sie auch nicht ;-), denn sie haben genügend, starkes Material am Start, welches durch das hervorragende Songwriting, nie lasch oder langweilig klingt.

Die PINKIES liefern mit "Ceremonial" ein wirklich amtliches Scheibchen ab, welches jeder Melodic Hardrock Anhänger im Regal stehen haben sollte.

Mich haben die Herren überzeugt und die musikalische Leistung ist mir mal ganz locker 8,5 Punkte wert.

Götz

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